Archiv für den Autor: Benjamin Haarhaus

Job Satisfaction Survey (JSS)

Der Job Satis­fac­tion Sur­vey (JSS) erfasst mit 36 Items die Arbeits­zu­frie­den­heit mit den neun Facet­ten Pay, Pro­mo­tion, Super­vi­sion, Fringe Bene­fits, Con­tin­gent rewards, Ope­ra­ting con­di­ti­ons, Cowor­kers, Nature of work und Com­mu­ni­ca­tion. Die Ant­wor­ten wer­den auf einer sechs­stu­fi­gen Skala von „stimme über­haupt nicht zu“ bis „stimme voll­kom­men zu“ gegeben.

Die Sub­s­ka­len wei­sen mit­tel­mä­ßige bis gute innere Kon­sis­ten­zen zwi­schen .60 und .82 auf. Für das Ver­fah­ren lie­gen außer­dem berufs­grup­pen­spe­zi­fi­sche Nor­men vor, deren Aktua­li­tät aber nicht über­prüf­bar ist. Der JSS ist in 18 Spra­chen (aber nicht auf deutsch) verfügbar.

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Minnesota Satisfaction Questionnaire (MSQ)

Der Min­ne­sota Satis­fac­tion Ques­ti­onn­aire (MSQ) erfasst ins­ge­samt 20 ver­schie­dene Facet­ten von Arbeits­zu­frie­den­heit. In der Lang­ver­sion (100 Items) wird jede Facette mit fünf Items gemes­sen; in der Kurz­ver­sion (20 Items) wird ledig­lich das trenn­schärfste Item jeder Facette ver­wen­det. Die Ant­wor­ten wer­den auf einer fünf­stu­fi­gen Likert­skala von „sehr unzu­frie­den“ bis „sehr zufrie­den“ gegeben.

Neben dem Gesamt­score, der sich aus der Summe der Zufrie­den­hei­ten aller Facet­ten ergibt, las­sen sich die Sub­s­ka­len „Intrin­si­sche Zufrie­den­heit“ und „Extrin­si­sche Zufrie­den­heit“ ermit­teln: Wäh­rend sich intrin­si­sche Zufrie­den­heit auf Facet­ten bezieht, die die Tätig­keit selbst zum Inhalt haben, ist extrin­si­sche Zufrie­den­heit auf Facet­ten wie Bezah­lung und Arbeits­be­din­gun­gen gerichtet.

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Führt Arbeitszufriedenheit zu hoher Leistung?

Die sys­te­ma­ti­sche Erfor­schung der Arbeits­zu­frie­den­heit steht in der Tra­di­tion der Human-Relations-Bewegung (Judge, Tho­re­sen, Bono, & Pat­ton, 2001): Zucker­brot und Peit­sche des Tay­lo­ris­mus wur­den durch das Credo „Nur zufrie­dene Arbei­ter sind gute Arbei­ter“ ersetzt. Beson­de­res Inter­esse galt daher der Frage, inwie­fern Arbeits­zu­frie­den­heit und Arbeits­leis­tung zusam­men­hän­gen; ein Thema, das Landy (1989) den „Hei­li­gen Gral“ der Orga­ni­sa­ti­ons­psy­cho­lo­gie nannte. Trotz des seit mehr als 80 Jah­ren anhal­ten­den For­schungs­in­ter­es­ses und unzäh­li­ger wis­sen­schaft­li­cher Unter­su­chun­gen konnte diese Frage bis­lang nicht ein­deu­tig beant­wor­tet wer­den. Um den „wah­ren“ Zusam­men­hang zu ent­de­cken, führ­ten einige Auto­ren Meta-Analysen basie­rend auf meh­re­ren hun­dert Arbei­ten durch. Die Ergeb­nisse blei­ben jedoch unein­heit­lich: die ermit­tel­ten Zusam­men­hänge sind mal nied­ri­ger (Iaf­fald­ano & Much­insky, 1985) und mal höher (Judge et al., 2001). Zusam­men­fas­send kann man fest­hal­ten, dass die Arbeits­leis­tung in etwa so stark mit der Arbeits­zu­frie­den­heit zusam­men­hängt wie mit Gewis­sen­haf­tig­keit (Barrick & Mount, 1991) und struk­tu­rier­ten Einstellungs-Interviews (McDa­niel, Whet­zel, Schmidt, & Mau­rer, 1994).

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Skala zur Messung von Arbeitszufriedenheit (SAZ)

Die Skala zur Mes­sung von Arbeits­zu­frie­den­heit (SAZ; Fischer & Lück, 1972) war das erste stan­dar­di­sierte deutsch­spra­chige Ver­fah­ren zur Mes­sung von Arbeits­zu­frie­den­heit. Der SAZ unter­schei­det zwar neun ver­schie­dene Arbeits­fa­cet­ten, die sich aber empi­risch nicht dif­fe­ren­zie­ren las­sen (Neu­ber­ger, 1975). Das bedeu­tet, dass der SAZ nur Aus­sa­gen über die all­ge­meine Arbeits­zu­frie­den­heit zulässt.

Zur Mes­sung der Zufrie­den­heit wer­den den Befrag­ten Aus­sa­gen über ver­schie­dene Aspekte der Arbeit vor­ge­ge­ben. Als Ant­wort­for­mat wer­den fünf­stu­fige Likerts­ka­len ver­wen­det, deren Anker sich je nach Item unter­schei­den (s.u.). Neben der 37 Item umfas­sen­den Lang­ver­sion gibt es auch eine Kurz­ver­sion (SAZK), die aus den 8 trenn­schärfs­ten Items besteht.

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Job Descriptive Index (JDI)

Der Job Descrip­tive Index (JDI; Smith, Ken­dall, & Hulin, 1969) ist – im eng­li­schen Sprach­raum – das am häu­figs­ten ver­wen­dete Ver­fah­ren zur Mes­sung von Arbeits­zu­frie­den­heit. Der JDI erfasst die Arbeits­zu­frie­den­heit mit den fünf Facet­ten Tätig­keit, Füh­rung, Bezah­lung, Kol­le­gen und Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten. Neben der 72 Items umfas­sen­den Lang­ver­sion exis­tiert eine Kurz­fas­sung namens Abridged Job Descrip­tive Index (AJDI; Stan­ton et al., 2001), die 30 Items umfasst. Die deutsch­spra­chige Ver­sion des JDI ist der Arbeits­be­schrei­bungs­bo­gen (ABB). Eben­falls zur JDI-Familie zählt die Job in Gene­ral Scale (JIG), die im glei­chen Item­for­mat die all­ge­meine Arbeits­zu­frie­den­heit erfasst.

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Orizon Arbeitsmarktstudie 2014

Der Per­so­nal­dienst­leis­ter Ori­zon hat die Ergeb­nisse der „Ori­zon Arbeits­markt­stu­die 2014“ in Form einer Pres­se­mit­tei­lung vor­ge­stellt, über die u. a. die FAZ berich­tet. Durch­ge­führt wurde die Stu­die von dem Markt­for­schungs­un­ter­neh­men Lünen­donk. Befragt wurde ein reprä­sen­ta­ti­ves Sample von 2.051 Arbeit­neh­mern und Arbeit­su­chen­den in Deutschland.

Der Stu­die zufolge sind 24% aller Beschäf­tig­ten auf der Suche nach einem neuen Job. Die Wech­sel­be­reit­schaft sei vor allem in der Gruppe der 20 bis 29-Jährigen mit 34,4% beson­ders hoch aus­ge­prägt. Über die Ursa­chen der Wech­sel­be­reit­schaft wer­den aber nur Mut­ma­ßun­gen ange­bo­ten. In der Pres­se­mit­tei­lung nennt Dr. Die­ter Traub, Geschäfts­füh­rer von Ori­zon, gleich eine ganze Band­breite mög­li­cher Pro­bleme (befris­tete Stel­len, schlech­tes Betriebs­klima, unfreund­li­che Kol­le­gen, jäh­zor­ni­ger Chef, Über– und Unterforderung).

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