Der Arbeitsbeschreibungsbogen (ABB)

Der Arbeits­be­schrei­bungs­bo­gen (ABB) ist eine deutsch­spra­chi­ge Adap­tati­on des Job Descrip­ti­ve Index (JDI). Er besteht aus einer Lis­te mit ins­ge­samt 79 posi­ti­ven und nega­ti­ven Adjek­ti­ven und kur­zen Aus­sa­gen, zu denen die Teil­neh­mer jeweils ange­ben sol­len, inwie­fern sie auf ihre Arbeit bzw. die jewei­li­gen Arbeits­fa­cet­ten zutref­fen. Ein kür­ze­re Adap­tati­on des ABB liegt mit dem Kurz­fra­ge­bo­gen zur Erfas­sung von All­ge­mei­ner und Facet­ten­spe­zi­fi­scher Arbeits­zu­frie­den­heit (KAFA) vor.

Neu­ber­ger (1976) erwei­ter­te die fünf Facet­ten des JDI (Tätig­kei­ten, Kollegen/innen, Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten, Bezah­lung und Vorgesetzte/r) um die bei­den Facet­ten Arbeits­be­din­gun­gen und Orga­ni­sa­ti­on und Lei­tung. Außer­dem füg­te er Ein-Item-Ska­len zur Mes­sung der erleb­ten Job-Unsi­cher­heit, der Zufrie­den­heit mit der Zeit­ein­tei­lung sowie der all­ge­mei­nen Arbeits- und Lebens­zu­frie­den­heit hin­zu. Auch das Ant­wort­for­mat des JDI wur­de geän­dert: Anstel­le von „Ja“, „Nein“ und „?“ haben die Teilnehmer/innen beim ABB die Mög­lich­keit, den Grad ihrer Zustim­mung auf einer vier­stu­fi­gen Ska­la (ja, eher ja, eher nein, nein) anzu­ge­ben.

Beim ABB kommt außer­dem die soge­nann­te Kunin-Ska­la (Kunin, 1955) zum Ein­satz, bei der die Teilnehmer/innen ihre Zufrie­den­heit durch Ankreu­zen des pas­sen­den Smi­leys zum Aus­druck brin­gen.

FacesScale

Kunin-Ska­la

Die Gesamt­zu­frie­den­heit wird zum einen mit einer sie­ben­stu­fi­gen Kunin-Ska­la erfasst. Zum ande­ren wer­den die Teilnehmer/innen gebe­ten, die ver­schie­de­nen Zufrie­den­heits­fa­cet­ten zu gewich­ten, indem sie 80 Gewich­tungs­punk­te voll­stän­dig auf die Facet­ten ver­tei­len. Die Gesamt­zu­frie­den­heit lässt sich dann als der gewich­te­te Mit­tel­wert der Ein­zel­zu­frie­den­hei­ten berech­nen.

Detail­lier­te Infor­ma­tio­nen zum ABB sowie eine down­load­ba­re Ver­si­on fin­den sich hier.

Items des ABB

Mei­ne Kol­le­gen

stur
hilfs­be­reit
zer­strit­ten
sym­pa­thisch
unfä­hig
guter Zusam­men­halt
faul
ange­nehm

Mein Vor­ge­setz­ter

unge­recht
aktiv
rück­sichts­voll
unhöf­lich
ver­steht was von sei­ner Arbeit
setzt sich nicht für uns ein
fair
unbe­liebt
ver­traue ihm
infor­miert schlecht
lässt uns mit­re­den
nörg­le­risch

Mei­ne Tätig­keit

gefällt mir
lang­wei­lig
fest­ge­fah­ren
unselb­stän­dig
nutz­los
ange­se­hen
ent­täu­schend
unter­for­dert mich
sehe Ergeb­nis­se
kann mei­ne Fähig­kei­ten ein­set­zen
kann eige­ne Ide­en ver­wirk­li­chen
ver­ant­wor­tungs­voll

Mei­ne Arbeits­be­din­gun­gen

bequem
schlecht
sau­ber
ange­nehm
anstren­gend
unru­hig
viel Lärm
viel Platz
gesund­heits­ge­fähr­dend
ange­neh­me Tem­pe­ra­tur
ermü­dend

Orga­ni­sa­ti­on und Lei­tung

schwach
an der Mei­nung der Leu­te inter­es­siert
unge­nü­gen­de Infor­ma­tio­nen
fort­schritt­lich
umständ­lich
schlech­tes Betriebs­kli­ma
Durch­ein­an­der
stolz auf sie
füh­le mich wohl hier
wir kön­nen mit­re­den
schlech­te Pla­nung
tut wenig für die Mit­ar­bei­ter
leis­tungs­fä­hig

Mei­ne Ent­wick­lung

gut
sicher
ange­mes­sen
wenig
unge­re­gelt
kaum Mög­lich­kei­ten
leis­tungs­ge­recht
ent­täu­schend
gibt mir Auf­trieb

Mei­ne Bezah­lung

schlecht
fair
zufrie­den­stel­lend
unan­ge­mes­sen
unge­recht
leis­tungs­ge­recht
ent­spricht mei­ner Ver­ant­wor­tung

Arbeits­zeit

Bin mit der Ein­tei­lung mei­ner Arbeits­zeit zufrie­den

Gesi­cher­ter Arbeits­platz

Die Gefahr, mei­nen Arbeits­platz zu ver­lie­ren, ist hoch


Quellen

Kunin, T. (1955). The con­struc­tion of a new type of atti­tu­de mea­su­re. Per­son­nel Psy­cho­lo­gy, 8, 65 – 77.

Neu­ber­ger, O. (1976). Der Arbeits­be­schrei­bungs­bo­gen: Ein Ver­such zur Mes­sung der Arbeits­zu­frie­den­heit. Pro­blem und Ent­schei­dung, 1, 1 – 169.