Fragebogen zur Erhebung von Arbeitszufriedenheitstypen (FEAT)

Der Fra­ge­bo­gen zur Erhe­bung von Arbeits­zu­frie­den­heits­ty­pen (FEAT) basiert, wie der AZK, auf dem Zür­cher Modell der Arbeits­zu­frie­den­heit. Auch er misst Zufrie­den­heit nicht auf einer ein­di­men­sio­na­len Ska­la, son­dern erfasst qua­li­ta­tiv unter­schied­li­che For­men von Zufrie­den­heit, die sich aus der Kom­bi­na­ti­on von vier Kern­va­ria­blen ablei­ten. Detail­lier­te Infor­ma­tio­nen zum FEAT fin­den sich auf der Sei­te der Autorin.

Die vier Kernvariablen

Dem Zür­cher Modell zufol­ge ent­ste­hen ver­schie­de­ne For­men von Arbeits­zu­frie­den­heit in Abhän­gig­keit von vier Zustän­den bzw. Pro­zes­sen. Im Unter­schied zum AZK erfasst der FEAT nicht den Zufrie­den­heits­typ als sol­chen, son­dern die Kern­va­ria­blen selbst. Aus den Kern­va­ria­blen „Soll-Ist-Wert-Ver­gleich“, „Kon­troll­wahr­neh­mung“, „Anspruchs­ni­veau­re­gu­la­ti­on“ und „Problemlösungsversuche“ las­sen sich ins­ge­samt 36 mögliche Arbeits­zu­frie­den­heits­ty­pen ablei­ten.

Die ers­te Kern­va­ria­ble „Soll-Ist-Wert-Ver­gleich“ erfasst die Dis­kre­panz zwi­schen den erwar­te­ten und den tatsächlich vor­han­de­nen Möglichkeiten zur Bedürfnisbefriedigung. Sie beinhal­tet 22 Facet­ten des Arbeits­le­bens, die sich grob in kogni­ti­ve, affek­ti­ve, sozia­le, mate­ri­el­le und instru­men­tel­le Facet­ten unter­tei­len las­sen. Für die­se wer­den jeweils der Ist-Zustand, der Soll- Zustand und die Wich­tig­keit der Facet­te auf einer vier­stu­fi­gen Ska­la ange­ge­ben.

Die wahr­ge­nom­me­ne Kon­trol­lier­bar­keit wird mit sechs Items erfasst, die „Hand­lungs­fol­gen, -ergeb­nis­se und -möglichkeiten sowie deren Veränderungen erhe­ben. Drei Items mes­sen das Aus­maß der wahr­ge­nom­me­nen Kon­trol­le auf einer uni­po­la­ren vier­stu­fi­gen Likert­ska­la, die übrigen Items mes­sen die Veränderbarkeit der wahr­ge­nom­me­nen Kon­trol­le auf einer bipo­la­ren drei­stu­fi­gen Likert­ska­la.

Die drit­te Kern­va­ria­ble erfasst das Aus­maß und die Veränderung des Anspruchs­ni­veaus mit vier Items. Für die­se wer­den Punk­te von -1 bis +1 ver- geben. Posi­ti­ve Wer­te wer­den als stei­gen­des und nega­ti­ve Wer­te als sin­ken­des Anspruchs­ni­veau inter­pre­tiert.

Die Kern­va­ria­ble „Problemlösungsversuche“ erfasst mit vier Items, ob Pro­ble­me am Arbeits­platz selbständig gelöst wer­den. Auf Basis des Punkt­werts erfolgt die Ein­tei­lung in die Grup­pen „feh­len­des Problemlösen“ und „vor­han­de­nes Problemlösen“.

Beispielitems des FEAT

KV1: Soll-Ist-Ver­gleich

Sie erwar­ten von Ihrer Arbeits­stel­le…
dass Ihnen die Arbeit Freu­de macht.
Wie wich­tig ist Ihnen das?
Bie­tet Ihnen das Ihre jet­zi­ge Arbeits­stel­le?

KV2: Kon­trol­lier­bar­keit

Wenn bei Ihrer Arbeit etwas nicht rich­tig läuft, haben Sie dann die Mög­lich­keit, etwas zu ver­än­dern?

KV3: Anspruchs­ni­veau­re­gu­la­ti­on

Set­zen Sie sich selbst für Ihre Arbeit eige­ne Zie­le?

KV4: Pro­blem­lö­sungs­ver­su­che

Wer­den Sie in nächs­ter Zeit ver­su­chen, an Ihrem Arbeits­platz etwas zu ver­än­dern?